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Ueber Selbstdarstellung und realmarktwirtschaftliche Preispolitik

Guten Morgen, nachmittag, Nacht oder was immer eure Uhren gerade anzeigen,
nach gut 2 Wochen mal wieder ein Lebenszeichen. In diesen 2 Wochen hat sich doch eine Menge ereignet. Wie mich mein lieber Papa auf vaeterlich-hilfsbereite Weise aufklaerte, war der Grund, weswegen China letzte Woche (fuer chinesische Verhaeltnisse) auf dem Kopf stand der Jahrestag der "Gruendung Chinas". Wenn man sich anguckt, wie sich die chinesische Regierung gerade zu dieser Zeit selbst feiert, dann entsteht unweigerlich dieser Eindruck
Am Montag war ich dann mit einer chinesischen Mitarbeiterin auf dem Tiananmen (fuer die, die es vergessen haben, der grosse Platz in Peking Mitte, direkt gegenueber der verbotenen Stadt - das Wahrzeichen Pekings). Zusammen mit schaetzungsweise 200 Millionen Milliarden Zillionen anderen Menschen. ... Ok, nicht ganz so viele, aber eine Millionen koennten es schon gewesen sein, da der Platz schon so ein Drittel bis ein Viertel voll war (und in der tragischen Nacht im Jahr 1989 waren es so um die 4 Millionen).
Der Platz war schoen geschmueckt und ueberall standen kleine, kitschige Wahrzeichen Chinas herum. Eine be-neon-te chinesische Mauer, eine Pagode, ein olympisches Stadion und noch so ein paar Bauten...

Wer sich meine bisherigen Fotos genau betrachtet hat, der wird sich erinnern, dass am Vordereingang der verbotenen Stadt ein riesiges Bild von MaoZeDong haengt und daneben ein Schriftzug mit den Worten: 中华人民共和国万岁 zhonghuarenmingongheguowansui, was soviel bedeutet wie "Die VR China lebe hoch", wobei "lebe hoch" auch mit "10000 Jahre alt" uebersetzt werden koennte. Ein anspruchsvolles Ziel, wenn man bedenkt dass andere tausendjaehrige Weltreiche oft schon etwas frueher - manchmal schon nach 12 Jahren - einknickten...
Auf jeden Fall war in dieser Woche zu Feier des Reiches als eine Art Ergaenzung ein weiterer Schriftzug direkt gegenueber auf dem Tiananmen angebracht. Mit Schriftzeichen (die die meisten von euch eh nicht anzeigen geschweige denn lesen koennen) kann ich euch leider nicht versorgen, aber er beschwor jeden guten Chinesen sich zu freuen, dass er in der VR China leben darf und dass das wichtigste Ziel aller Chinesen ist, den Kommunismus zu preisen und nicht von dessen guter Entwicklung abzuweichen. War schon eine eindrucksvolle Sache, wenn man sich davor nochmal ein paar Hunderttausende Chinesen vorstellt, die sich alle mit dem Schriftzug im Hintergrund fotografiren lassen wollen. Vielleicht war es ja zur Beglueckung der Fotojaeger, dass die Lettern um die 20-30 Meter gross waren, sodass man die Fotos schon aus einem Kilometer Entfernung schiessen konnte.
Sonst habe ich allerdings leider nicht so viel von den Feierlichkeiten mitgekriegt, da nationale Feiertage gastronmisch gesehen von Natur aus nicht gerade Ausruhtage sind...

Ich weiss noch, wie ich ganz am Anfang sehr aufgeregt und euphorisch war, weil ich so tolle Leute kennengelernt habe und inzwischen bin ich bei der Erkenntnis angelangt, dass ich entweder zu euphorisch bin oder es definitiv zu viele interessante Leute in Beijing gibt. Ich habe hier so tolle Gespraeche und erweitere meinen Horizont . Nur zum Beispiel habe ich mich neulich mit einem Englaender verquatscht, der - obwohl studierter Anwalt und Mitte 40 - es vorzieht, immer 2-3 Monate durch Europa zu tingeln und Poster zu verkaufen, bis er genug Geld zusammenhat, um wieder 6 Monate zu reisen. Nicht, dass ich das jetzt vorhaette (dafuer gefaellt mir Jura einfach nicht gut genug *g*), aber als er von seinen Reisen erzaehlt hat, bin ich schon neidisch geworden. Ich habe auch sehr viele Leute getroffen, die schon ein paar Mal mit der transsibirischen Eisenbahn gefahren sind und ich habe mir geschworen, dass ich das auch irgendwann sehr bald mal machen muss, weil es so unglaublich schoen ist und inklusive Verpflegung, Visa und Flug nach Moskau nur geringfuegig teurer ist als direkt zu fliegen.

Am Montag bin ich jetzt, nach sehr viel Verzoegerung, in die neue JH gezogen. Ich habe jetzt ein Einzelzimmer (whey), aber dafuer kein Telefon auf dem Zimmer (ouh). Die neue JH ist sehr viel kleiner, nur ca. ein Drittel so gross vielleicht. Aber dafuer ist die Hoffnung, dass das hier ein sehr gemuetlicher, lebendiger, frunedlicher Ort wird. In der alten JH hatten alle Auslaender immer gesagt, dass die JH zwar eigentlich fast perfekt ist, nur dass sie eben zu gross ist und keinen Charakter entwickeln kann und die Atmosphaere irgendwie kalt sei. Ich werde alles daran setzen, dass das hier anders wird.
Was auch an dieser JH lustig ist: Ich habe mich ja frueher beschwert, wie schlecht die Leute in der alten JH Englisch koennen. Nuuunja, das ist hier jetzt nochmal sehr viele Ligen schlechter Es gibt hier nur um die 10 Mitarbeiter wenn es hoch kommt und von denen sprechen 0,5 Englisch. Es gibt hier also einen Mitarbeiter, mit dem ich mich auf gebrochenem Englisch unterhalten kann. Aber die tatsache, dass wir die meisten Saetze auf Englisch anfangen, nur um dann ins Chinese zu wechseln, da wir das beide besser sprechen, koennte man jetzt auf ganz unarrogante Weise doch als Indiz werten, dass mein Chinesisch besser ist als sein Englisch. Prost! So toll, dass jetzt klingt, ist das nicht.  Es heisst eigentlich nur, dass ich 90% Bahnhof verstehe. Das ist eine ganze Menge Bahnhof, wenn man bedenkt, dass ich hier arbeite Ist aber ok, meistens koennen wir uns dann doch irgendwie verstaendigen, wenn wir unseren kommulierten Chinesisch-Englischen Lernwortschatz zusammenwerfen und uns daraus ein Informationsgebilde bauen (Das Ergebnis einen Satz zu nennen, waere eine Beleidigung fuer jeden auch noch so schlechten anderen Satz). Deswegen bin ich jetzt schon 2,3mal zurueck zur alten JH um mit den Arbeitern dort zu schwaetzen, weil ich deren Chinesisch schon gewohnt bin, und die dort verglichen mit hier "mittelmaessig" Englisch sprechen (Auch das eine schmerzhafte Dehnung des Wortes "Mittelmaessig".

Gestern war ich dann - um mal langsam zu einem Ende zu finden - auf einem Shoppingmarathon. Zumindest fuer maennliche Verhaeltnisse. Ich habe mich gestern naemlich mit Elektronik zugedeckt. Ich verliess die JH mit dem Wunsch, ein Handy und einen sprechendes elektronisches Woerterbuch zu kaufen - mit umgerechnet 80Euro in der Tasche.
Und siehe da, nach vielem Hin und Her gelang es mir, ein Woerterbuch zu finden, dass zwischen Englisch, Franzoesisch und Chinesisch hin und her uebersetzen kann, die Woerter auf Wunsch sogar aussprechen kann und nebenbei auch noch schnuckelig aussieht. Insgeheim hege ich naemlich immer noch den Wunsch, irgendwann mal mein Franzoesisch vom Dachboden runterzuholen, es abzustauben und um es dann in einem laengeren Frankreichaufenthalt zu neuen Hoehen zu verhelfen
Als ich mich dann final fuer das Teil entschieden hatte und ich mich nach dem Preis erkundigte blieb mir die Spucke weg: 80 Euro?? Zwar wuerde ich fuer das Ding in Deutschland um die 200 bezahlen, doch wenn mich 6 Wochen China Eines gelehrt haben, dann, dass alles relativ ist, besonders die Preise. Hier kann man selbst in den grossen Kaufhaeusern und Markenlaeden wie ein Bloeder feilschen. Ja, man muss sogar, sonst bezahlt man das 3- bis 6-fache des Preises. Ich muss immer schmunzeln, wenn ich mir vorstelle, wie ich - chinesisiert und zurueck in Deutschland - bei Aldi an der Kasse um eine Flasche Milch feilsche:D
Als ich die gute Frau dann auf 45 Euro runtergehandelt hatte kaufte ich das Ding dann auch. Ich muss schon sagen, dass Einkaufen viel befriedigender ist, wenn man wie ein Kranker den Preis gedrueckt hat. Danach hatte ich allerdings nicht mehr viel Energie fuer das Handy und suchte mir ein 45Euro Handy aus, dass ich dann fuer den Rest meines Geldes - 35 Euro bekam.
Jetzt werde ich gleich mit meinem 0,5-Englisch-Mitarbeiter aus der neuen JH in eine Seitenstrasse gehen und mir dort eine Karte kaufen. Leider muss ich fuer alle Handyinteressierten unter euch mal angeben und die Kosten hier niederschreiben. Ich kaufe mir die Karte fuer 3 Euro, dann kann ich sie aufladen. Ich habe 120 Frei-SMS pro Monat und bezahle nichts fuer eingehende Anrufe (normal bezahlt man fuer ausgehende und eingehende gleich viel), und dafuer werden mir pro Monat 2 Euro als eine Art Grundgebuehr von der Karte abgezogen. Fuer telefonate innerhalb Chinas bezahle ich 2,5cent, nach 9 uhr abend sogar nur 1,5cent. Goettlich, goettlich, n'est-ce pas?

Naja, nachdem ich nun schon entschieden zu viel geschrieben habe und auch genug angegeben habe, bleibt mir nichts mehr, ausser euch alle zu gruessen und euch ne schoene Zeit zu wuenschen.
Euer Jan

4 Kommentare 13.10.07 09:30, kommentieren

Ueber Heimwehgefuehle und Kolonialwarengeschaefte

Gestern habe ich es getan. Ich wusste, es wuerde ein Fehler sein, ja die Vernunft schrie mich geradezu an, aber es war mir egal.
Gestern war ich in Deutschland - genauer gesagt, little Deutschland. Bestehend aus einer Konzentration deutscher Kultur zwischen 2 Strassenecken. Es war sogar nicht einmal Zufall. Am Freitag hatte ich zufaellig in Sanlitun - Botschaftsviertel bei Tage, Kneipen-Discoviertel bei Nacht - eine Gruppe 17-jaehriger Schueler der deutschen Botschaftsschule getroffen, und vielleicht lag es daran, dass ich schon laenger aus Deutschland raus bin oder dass sie einfach beknackt waren, aber irgendwie waren die vollkommen verzogen. Das liegt wahrscheinlich an den Gehaeltern die ihre Vaeter beziehen und den Lebenserhaltungskosten hier in Beijing.
Nachdem das Wochenende also schonmal so deutsch eingestimmt wurde und der Samstag dann aufgrund uneingeladenen Besuches der "maennlichen Katze" etwas...inaktiv ausfiel fuhr ich Sonntag morgen um 14:00 Richtung little Germany. Der Weg fuehrte mich ironischerweise genau an der Bar vom Freitag vorbei, nur wehten jetzt ueberall Flaggen, die man bei Nacht nicht sah. 200 Meter weiter die deutsche Botschaft. Ich habe vor ein paar Tagen auch erfahren, dass es hier zur Adventszeit Weihnachtsmarkt geben soll. Mit Gluehwein, Mandeln, Schokobananen und - wie ich mal ganz kuehn zu vermuten wage - einer groesseren Menge anderer Exildeutscher.
Nochmal ein, zwei Kilometer weiter dann die deutsche Botschaftsschule samt Kindergarten, wo die kleinen Pinkelnelken jetzt gerade wahrscheinlich sitzen. muhahaha. Direkt gegenueber das Lufthansacenter, so wie ich das verstanden habe eine der ersten grossen auslaendischen Einkaufszentren. Mein eigentliches Ziel war die German Bakery. Die sei, laut Internetforen, sehr gut und auch preislich im deutschen Rahmen. Als ich sie nach viel hin und her dann hinter dem Paulaner Braeuhaus fand war aber leider schon fast alles ausverkauft und auch die Preise waren nicht gerade moderat. Aber trotzdem, eine Brezel ergatterte ich noch und Herr im Himmel, die war gut Als ich danach leicht enttaeuscht im Komplex herumstromerte ging ich ins paulaner und freute mich erst ob der wirklich gelungenen Einrichtung, die wirklich etwas Bierstubenscharm verspruehte. Leider verspruehte sie auch den deprimierenden Duft des Kommerzes denn ein Hefe wuerde mich dort anderthalb Tagesgehaelter kosten, aber trotzdem, da muss ich bald mit meinen englischen Freunden hin und ihnen zeigen, was ein deutsches Bier ist. (Andererseits kann man fuer den Preis von 3 Bieren schon wieder einen Wochenendausflug in die Innere Mongolei machen - inklusive Zug, Uebernachtung und Essen)
Der Hoehepunkt in Little Germany war dann jedoch ein Supermarkt. Wobei mir beim Betreten unweigerlich der Begriff Kolonialwarenmarkt eingefallen ist. Sie hatten echt aus allen Ecken Europas ein bisschen Essens und Trinkkultur zusammengetragen. Ihr wisst nicht, wie nah man einem Haulkrampf kommt, wenn man nach so langer Zeit wieder Ritter Sport, Lindt, Erdinger, warsteiner, Moselwein, Rosinenschnecken und Konsorten sieht. der Heulkrampf kommt aber erst bei den Preisen, das zweite Indiz, was bei diesen Begriff Kolonialwarenladen in den Kopf rief. Nachdem ich also lange rumgeschlaendert bin kaufte ich mir alles, was ein volles Tagesgehalt hergeben wuerde. Was, zugegebenermassen nur eine Flasche Erdinger und ein paar Rosinenschnecken und Schokocroissants waren:/
Aber ich hatte mich wirklich fuer eine Stunde wie in Deutschland gefuehlt, und dass eben nicht nur wegen der vielen Deutschen, die man sah, sondern auch einfach wegen der Stimmung und zugegebenermassen all den schoenen sachen die man kaufen konnte. Und irgendwie ja, da denkt man sich schon, meine Guete, wie gerne waere ich jetzt in Deutschland.
Naja, jetzt bin ich jedenfalls wieder ins chinesische Leben eingetaucht, und habe mir geschworen, so schnell nicht wieder dahin zu gehen.

Einfach schon weil ich geizig bin.

3 Kommentare 22.10.07 04:20, kommentieren

Mein Leben im Zoo

"Meine Damen und Herren, jetzt kommen wir zu einer der groessten Attraktionen hier in Beijing. Urspruenglich heimisch auf einem anderen Kontinent ist er relativ neu hier. Ich praesentiere Ihnen :Homo sapiens blancus blondus." [10 Leute drehen die Koepfe]

Klasse, denkt sich Homo sapiens blancus blondus und geht die hauptstrasse weiter.

Guten Tag allerseits.
Da heute ein wirklich schlimmer Tag war, habe ich das dringende Beduerfnis, euch einen weiteren Einblick in mein Pekinger Leben zu geben. Ueber das wohl nervigste an meinem Aufenthalt hier. Leute starren! Diese Tatsache verdient sogar noch ein Ausrufezeichen. Hier: !
Klar war mir vorher bewusst, was auf mich zukommt, und auch alle Deutschen, denen ich vorm Abflug von meinen Plaenen erzaehlte sagten: "hey, ein grosser blonder in land der kleinen chinesen, viel spass."
Aber das es so krass werden wuerde...Anfangs war es ja auch noch lustig. Ich weiss es noch. Es war der zweite Tag in China. Ich hatte bis dato praktisch nur den Jetlag ausgeschlafen und wurde meinem Boss vorgestellt. Dann am zweiten tag bin ich losgestromert, einfach die umgebung erkunden. Ich kam genau 40 Meter weit, dann traf mich der Gedanke, wie modern doch das Fotohandy von dem Typen ist, der da grade auf mich zukommt. Und hey, die Kamera ist auch eingeschaltet und nochmals hey, er dreht sie mir sogar hinterher. verdaechtig, verdaechtig.

Es ist jetzt ja nicht gerade so, dass ich der erste Auslaender bin, den der gesehen hat, und ich bin auch nicht soo heiss, dass man ein video von mir machen muss (bin ich natuerlich, aber tun wir mal so, als wenn nicht). Trotzdem wird man ueberall angestarrt.
Erst ist es eigentlich ganz lustig mit der aufmerksamkeit. Aber nachdem dann zum viertenmal jemand wildfremdes (mit betonung auf wild) auf dich zukommt und dich ohne zu fragen an den haaren anfasst, dann vergeht der spass.
Als ich dann zum ersten mal in die Kantine der arbeit ging, da war es verstaendlich, dass einen alle anstarren, als waere ihnen der allmaechtige hoechstpersoenlich erschienen. Ich bin nunmal der erste auslaendische Mitarbeiter, der je in einer chinesischen Jugendherberge gearbeitet hat.
An Tag 2 und 3 hatte ich auch noch verstaendnis. Schichtarbeit, da haben ja eventuell der eine oder andere noch keinen blick auf den Laowai erhascht. Inzwischen ist aber Tag 23... ...

(Fuer die unter euch, die sich jetzt wundern, weil sie trotz bestandenem Abi immer noch Mathe koennen, ich habe zwischendurch ja die JH gewechselt.)

Dann sitze ich da also beim Essen und werde angestarrt, die ganze zeit. egal in welche richtung ich gucke, ich gucke in mindestens ein augenpaar. selbst wenn ich sie angucke, senken sie den blick nicht, sondern gucken unverbluemt weiter.

Beijing ist jetzt noch nicht so touristisch, wie das vielleicht europaeische grossstaedte sind, und die touristen gehen meistens in den chinesischen menschenmassen unter, aber trotzdem muessen sich die chinesen doch als gesellschaft langsam damit abgefunden haben, dass es auslaender gibt. Ich erinnere mich noch an das Vorbereitungsseminar vor meinem Auslandsjahr in der 11. Klasse, wo uns erzaehlt wurde, dass wir darauf vorbereit sein muessen, dass uns fragen a la "ihr habr echt schon fernsehen/fliessend wasser etc.?". Manchmal denke ich, Austauschschueler nach China muesste man eher auf Sachen vorbereiten wie "ihr koennt sprechen?" oder "das ist ein rad, es dreht sich". Danke, da wissen wir auch schon seit 6000 Jahren. Ich habe mich frueher schon beschwert aber aufgrund kontinuierlicher ereignisse in letzter zeit muss ich mich nochmal beklagen. Die Chinesen sind in ihrer Ignoranz gegenueber dem Ausland noch schlimmer als der Klischee-amerikaner (amerikaner sind alle umsichtig und weltbewusst dagegen). Ich moechte jetzt an dieser stelle nicht beurteilen, inwiefern sie selber schuld sind oder inwiefern die regierung restriktiv ist, aber es ist krass.
Es gibt Starbucks und KFC und McDonalds. Aber selbst McDonalds hat hier einen chinesischen namen, sodass der durchschnittschinese nichts versteht, wenn man nach McDonalds fragt. Es wuerde mich nicht wundern, wenn es Leute gibt, die glauben, dass das ne chinesische Erfindung ist.

Aber ich schweife vom Thema ab. Eigentlich geht es mir hier ganz gut. Nachdem es 2 wochen gedauert hat, das eis zu durchbrechen sind die ganzen chinesischen mitarbeiter inzwischen sehr herzlich zu mir. Von aussen wirken sie sehr distanziert, und dass sind sie auch. Dem auesseren gegenueber. Aber hinter der harten schale verbirgt sich der beruehmte weiche, herzliche Kern.
Zwar reden wir die meiste zeit aneinander vorbei, weil mein chinesisch noch nicht so gut ist, und die chinesen so verflixt schnell reden. selbst auf nachfrage kann ich sie nicht stark genug verlangsamen, um sie zu verstehen. aber dadurch verbessert sich mein chinesisch schon erheblich. Langsam aber sicher komme ich hier an!


Ich sehe es allerdings jetzt schon bildlich vor mir:
"Und weiter auf unserer Fuehrung. Als naechstes sehen sie eine noch seltenere unterart des homo sapiens blancus blondus. es ist der nicht fuer existent gehaltene homo sapiens blancus blondus chinesosprechus sehrgenervtus"

Prost!

 

3 Kommentare 30.10.07 14:57, kommentieren